Einmal Elba und zurück

Die Bucht Biodola liegt westlich von Portoferraio und befindet sich an der Nordküste von Elba. Wir lagen ruhig und sicher auf 7m. Der Grund war gut haltend. Das Einlaufen in die Bucht war auch in der Nacht kein Problem. Selbstverständlich ist bei Nacht die nötige Vorsicht angebracht und auf andere Ankerlieger zu achten. Am Anfang der Saison ist auch noch genügend Platz vorhanden. Die Bucht und der Ort Biodola bieten nicht all zu viele Attraktionen, besteht er doch überwiegend aus Hotelanlagen. An der Westseite der Bucht führt ein kleiner Wanderweg an der Küste entlang zu einer Höhle. Wir nutzten den Tag um klar Schiff zumachen und uns auszuruhen. In der Nacht drehte der Wind auf West, der Seegang blieb aber nach wie vor ruhig. Am nächsten Morgen wollte ich noch das Wasser testen und kletterte vorsichtig die Badeleiter hinunter. Das Wasser hatte maximal 18°C und war für mich viel zu kalt. Trotzdem überwand ich mich und schwamm einmal um unseren Kat Katinka herum. Gaby war nicht zu überreden, was bei diesen Temperaturen für mich völlig verständlich war. Wir blieben also nicht länger und gingen Anker auf um den Heimweg anzutreten. Der Wind kam nicht wie angekündigt aus Süd sondern aus Nord-West, so dass wir nicht direkt Kurs nach Loano anlegen konnten. Wir hielten auf das italienische Festland zu in der Hoffnung, dass der Wind ein bisschen nach Nord oder noch besser nach Süd-Ost dreht. Leider tat uns das Wetter nicht den Gefallen, so das wir aufkreuzen mussten.

Ausserdem machte sich das Problem mit dem Laden der Batterien wieder bemerkbar, so dass sich immer mehr die Ursache auf die Lichtmaschine eingrenzen liess. Leider war das Ganze nicht mit Bordmitteln zu beheben, es ging uns also so langsam der Strom aus. Um möglichst lange versorgt zu bleiben, wurden sämtliche überflüssige Verbraucher abgeschaltet. Der UKW-Funk verabschiedete sich als erstes, gefolgt vom Plotter. Was mich am meisten überraschte, waren die Positionsleuchten die bis in die frühen Morgenstunden ihren Dienst taten. Die Position gekoppelt hielten wir Kurs 310°. Am späten Vormittag frischte der Wind auf 18-20 Knoten in Böen bis 25 auf und drehte auf Nord. Die Strömung setzte nach Süd-Ost, sodass eine unangenehme

Kreuzwelle entstand. Unser Kat Katinka war nur schwer auf Kurs zuhalten und zum teil war der Kurs von 310° nicht haltbar.Wir erreichten immer wieder 6 bis zum T